Produktiv beim Pendeln: 4 Wege für mehr Sinn am Weg zur Arbeit

11.12.2020 09:55

Abseits von Lockdown und Home-Office-Modus benötigen Erwerbspendler in Österreich durchschnittlich 27 Minuten*, um die Distanz zu ihrem Arbeitsort zurückzulegen. Wie aus Leerlauf, das womöglich wertvollste Zeitfenster des Tages wird.

 

Weg 1: Ein guter Plan kann viel bewirken

 

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Ein Schritt in die richtige Richtung zählt mehr, als eine Million davon in die falsche. Welche Ausrichtung dabei eine gute darstellt, hängt allein von unseren Zielen ab. Deshalb hat es für jeden Menschen hohen Wert, darüber nachzudenken, wohin wir eigentlich wollen und was wir erreichen möchten. Am besten bevor wir uns mit aller Kraft in die Aufgaben des Tages stürzen. Sonst haben wir unsere Energien womöglich verbraucht, ohne jene Bereiche zu berühren, auf die es uns eigentlich angekommen wäre.

Diese Zeit am Morgen kann zu einem Fixpunkt werden, die Aufgaben des Tages gezielt zu hinterfragen. Bringen sie uns unseren Zielen näher? Gibt es besser ausgerichtete Wege, um die gesetzten Meilensteine zu erreichen? Eine durchdachte Priorisierung der To-do-Liste für den Tag fällt ebenfalls in diese Kategorie. Wer diese leere Fahrtzeit in eine bewusste Ausrichtung seiner Ziele und Aufgaben steckt, ist dabei, ein enormes Potenzial freizulegen.

 

Weg 2: Widme die Pendelzeit einem ganz konkreten Projekt

Eine Sparbüchse, die jeden Tag mit einem kaum merkbaren Euro gefüllt wird, kann am Ende eines Jahres einen ansehnlichen 365-Euro-Wunsch erfüllen. Dieses Prinzip funktioniert nicht nur bei den Finanzen, sondern auch mit Zeit-Budgets. Die halbe Stunde am Morgen, die einfach so verstreicht, kann in Summe über ein Jahr oder über eine Lebenszeit vieles bewirken.

Die Chancen auf eine effektive Nutzung steigen, wenn du sie einem ganz konkreten Projekt widmest. Vielleicht wolltest du schon immer gerne eine Fremdsprache lernen. Doch wer hat schon die Zeit dazu? Und abends nach der Arbeit sind die meisten Menschen schon zu ausgelaugt, um noch durchzustarten. Die Anziehungskraft von Sofa und TV sind um diese späte Stunde oft stärker als alle ehrgeizigen Ambitionen. 

Doch diese halbe Stunde am Morgen kann zu deiner Zeit werden. 249 Arbeitstage hat das Jahr 2021. Wenn du jeden Tag 3 Vokabeln lernst – 10 Minuten für 1 Vokabel – hast du am Ende des Jahres einen Wortschatz von 747 Begriffen. Mit diesem Grundstock lässt sich die Alltagskommunikation in manchen Sprachen bereits gut bewältigen. Was für eine Vorstellung: Ein Zeitfenster, das bislang im Halbschlaf unmerklich dahinstrich, könnte die Beherrschung einer ganz neuen Sprache bringen. Das funktioniert natürlich mit allen möglichen Hobbys und Projekten.

 

Weg 3: Lesen und Podcasts hören

Der Klassiker: Laut Unesco werden jährlich weltweit 1.793.000 neue Bücher veröffentlicht. Wähle eines davon und die Fahrtzeit im Zug wird unterhaltsam, informativ und vergeht wie im Flug. Wer weiß, womöglich wird der Weg zur Arbeit so noch deine liebste Zeit des Tages. Bevorzugst du die Audio-Variante, wartet eine Unzahl spannender Podcasts auf dich. Besonders beim Autofahren ein praktikabler Weg für eine produktive Zeit. Hier unsere Empfehlungsliste für dich:

  • "Und was machst du so?": In diesem Job-Podcast erzählen junge Leute von ihrem Arbeitsalltag, was sie vorantreibt und was Karriere für sie bedeutet.
  • "SWR2 Wissen": die Welt verstehen, mit täglich neuen Folgen zu Gesundheit, Geschichte und Weltgeschehen
  • "Ö3 Frühstück bei mir": Persönlichkeiten interviewt von Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl
  • "Die Zeit, Verbrechen": Wie kommt ein Kommissar an ein Geständnis? Und warum lügen Zeugen manchmal? Hier dreht sich alles um die Welt der Verbrechensbekämpfung.
  • "Einfach glücklich – der 5-Minuten-Freude-Kick": Ungewöhnliche, aber wirksame Tricks und Tipps von Thomas Brezina für mehr Freude im Leben. Erklärt in 5 Minuten.

 

Weg 4: Innerlich aufräumen und zur Ruhe kommen

Seine Zeit sinnvoll zu nutzen, kann auch bedeuten. sinnvolles Nichtstun zur Kunst zu erheben. Zwischen unbedachtem Dahinfließen lassen und bewusstem Erden und zur Ruhe kommen liegen Welten. Der erste Fall könnte mit „sich fadisieren“ betitelt werden, der zweite aber sorgt dafür, dass wir entspannt und bereit für alle Herausforderungen in den Tag gehen.

Für alle, die mit solch Meditativem am Weg zur Arbeit gar nichts anfangen können, empfiehlt sich eine handlungsorientierte Variante. Einfach aufräumen. Mails aussortieren, unwichtige Nachrichten löschen, wichtige gut auffindbar abspeichern. Dokumente ordnen, To-do-Listen abhaken und aktualisieren. Das schafft Ordnung im Kopf und führt ebenfalls zu innerer Ruhe und einem entspannten Gefühl der Bereitschaft für den Tag.

*Quelle: Statistik Austria, abgestimmte Erwerbsstatistik 2018

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