Alles nervt! 3 Tipps bei fehlender Arbeitsmotivation

20.10.2020 09:51

Es passiert den Besten: Null Bock auf Arbeit. Selbst Menschen, die meist voller Elan stecken, haben Tage, an denen sie sich nur die Decke über den Kopf ziehen wollen. 3 Strategien, mit denen wieder Schwung reinkommt.

Motivation – Tipp 1: Stell dich dem Endgegner gleich zu BeginnB2C_N5_Oktober_1

Bei Videospielen steigert sich der Schwierigkeitsgrad von Level zu Level. Ganz zum Schluss kommt der Endgegner, die härteste Herausforderung von allen. Im Joballtag begegnen uns auch Aufgaben von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Die Reihenfolge der Aufgaben obliegt bis zu einem gewissen Grad der eigenen Planung. Unangenehmes und Schwieriges schieben wir gerne vor uns her. Und während wir die unliebsame Aufgabe so vor uns herwälzen, erscheint sie uns größer und größer.

Die Überwindung, sich dem unangenehmsten Teil des Tages zu stellen, wird nicht leichter. Also: Warum nicht gleich? Bringe das Schlimmste auf deiner To-do-Liste gleich früh morgens hinter dich. So fühlst du dich den Rest des Tages einfach nur wunderbar. Selbst dann, wenn noch andere lästige Aufgaben auf dich zukommen, lassen die dich ziemlich kalt. Denn der Stolz diese eine Schreckensaufgabe gleich erledigt zu haben, wird dir einen Schub geben, der dir alles andere klein erscheinen lässt.

Motivation – Tipp 2: Nutze Zeitdehnung und Zeitraffung aktiv für dich

Zeitlupe und Zeitraffer kennen wir in erster Linie aus dem Fernsehen. Aber beide Phänomene begegnen uns auch im Arbeitsalltag. Eine langweilige Aufgabe kann sich ziehen wie ein Kaugummi. Das Wochenende hingegen erscheint manchmal so kurz wie ein Wimpernschlag. Wenn es doch nur eine Fernbedienung gäbe, mit der sich das alles einstellen ließe. Gibt es. Gewissermaßen. Die Druckknöpfe nennen sich Unterbrechungen. Je mehr Unterbrechungen ein Prozess erfährt, desto länger kommt einem das Zeitfenster, in dem er ablief, vor. Je weniger Unterbrechungen, desto kürzer erscheint der Zeitraum.

Instinktiv machen wir es genau falsch herum. Was uns gefällt, darauf stürzen wir uns und erledigen es in einem Zug durch. Bei unangenehmen Aufgaben hingegen ist uns jede Ablenkung recht, um eine Pause einzulegen. Klug ist es also, gerade die unliebsamen Pflichten so zu legen, dass wir sie zügig durchackern können. Lass dich nicht unterbrechen. Besonders im Home-Office stellt das für viele eine besondere Herausforderung dar. Doch wem es gelingt, der hat viel gewonnen.

Motivation – Tipp 3: Begegne Flegeln mit Freundlichkeit. Auch wenn du es bist.

Ein Flegel, das ist eine ungehobelte, rücksichtslose Person. Und mit großer Wahrscheinlichkeit geht sie nicht nur dir auf den Keks. Flegelhaftigkeit ist außerdem höchst ansteckend. Man könnte von Flegelitis sprechen. Und die verbreitet sich rasend schnell.

Wie gehen wir mit Flegeln um? Zurückschießen bewirkt eine gefährliche und destruktive Eskalationsspirale. Freundlichkeit hingegen nimmt Flegeln den Wind aus den Segeln.

Besondere Bedeutung kommt diesem Tipp zu, wenn wir uns vor Augen halten, dass die schlimmsten Flegel, mit denen wir uns herumplagen, oft wir selber sind. Kaum jemand kann einen Menschen so gründlich zur Schnecke machen, wie er selbst das tut. Wenn deine innere Stimme schon am Morgen zu dir sagt: „Na super. Heute steht diese Sache an und die werde ich sicher wieder versauen.“ Dann ist es klar, dass du nicht aus den Federn willst. Versuch es damit: „Heute werde ich an dieser harten Aufgabe wieder ein Stück wachsen, wieder meine Fähigkeiten ausbauen, wieder besser werden.“ Darauf kann man sich freuen. Das motiviert schon eher dazu, aus den Federn zu kommen.

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